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Bürgermedien für nachhaltige Entwicklung und Engagement: Wettbewerb für Videofilmer und Radiomacher aus den Bürgermedien

Münster.  „Unsere  Welt,  unsere  Würde,  unsere  Zukunft“ –  unter  diesem  Motto steht der diesjährige Deutsche Bürgermedienpreis, getragen vom Netzwerkverein European  Youth4Media  Network  e.V.,  dem  Bundesverband  Bürger-  und Ausbildungsmedien  e.V.,  dem  Bundesverband  Offene  Kanäle  e.V.  und  dem Bürgerhaus Bennohaus mit Sitz in Münster.

Auch in diesem Jahr sind wieder alle Bürgermedienschaffende  aufgerufen,  sich  zu  beteiligen  und  eigene  Video-  und Audiobeiträge einzureichen.

Das Jahr 2015 wurde vom Europäischen Parlament und Rat zum „Europäischen Jahr  der  Entwicklung“  erklärt.  Parallel  dazu  wurde  auch  das  Thema  des Deutschen Bürgermedienpreises gewählt. Auch Bürgersender setzen sich für eine Schärfung  des  Bewusstseins  der  Bürger  für  globale  Zusammenhänge  und  ein aktives  Engagement  ein.  Die  Träger  und  Förderer  des  Deutschen Bürgermedienpreises  2015  wollen  mit  dieser  Ausschreibung  zur  Produktion  und zur  Ausstrahlung  entsprechender  TV-  und  Radioprodukte  über  nachhaltige Entwicklung  anregen  und  die  Aus-  und  Fortbildung  in  den  Bürgermedien  zu diesen Themen stärken. Zusätzlich wird es in diesem Jahr einen Sonderpreis zum Thema „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ geben.

Nicht-kommerzielle  Produzenten  haben  bis  Ende  September  die  Möglichkeit, eigene  Medienbeiträge  zu  den  beiden  genannten  Themen  einzuschicken.  Eine Fachjury  vergibt  im  Rahmen  des  Wettbewerbs  Preise  für  die  Formate  Video (erster Platz 1000 Euro) und Audio (erster Platz 300 Euro) sowie Sachpreise. Am 12.  Dezember  werden  die  Gewinner  dann  im  Rahmen  einer  feierlichen Preisverleihung  im Bürgerhaus Bennohaus bekannt gegeben.  Parallel zum Deutschen Bürgermedienpreis läuft für internationale Bewerber der „Internationale Bürgermedienpreis“ zum selben Thema.

Der Deutsche Bürgermedienpreis wird gefördert von der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten  und  der  Bundeszentrale  für  politische  Bildung.  Der Sonderpreis  wird  gefördert  von  der  Initiative  „Bürgermedien  gegen Rechtsextremismus“.

Weitere Informationen unter www.buergermedienpreis.de oder 0251 609673.

Bürgerinitiativen und Bürgermedien - gemeinsam gegen rechtsextremistische Bewegungen in der Gesellschaft

30.03.2015: Thementag „informieren – aufklären – handeln“ und Tagung zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung von Akteuren in Weimar

Radio LOTTE Weimar berichtet vom NSU-Prozess in München. Seitens der etablierten Medien war es ein großer Aufreger, dass ein Bürgerradio eine Akkreditierung erhalten hat. Mittlerweile wurde akzeptiert, dass Bürgermedien ganz speziell agieren und Initiativen gegen Rechtsextremismus unterstützen.  Radio LOTTE agiert als Stimme der Zivilgesellschaft aber auch eigenständig  mit kreativen Ideen.

Aber LOTTE muss – wie viele andere Medien übrigens auch – feststellen, dass mit der Dauer der Berichterstattungen das Interesse der Hörer schwindet.Es stellt sich für Radiomacher und Bürgerbündnisse die Frage: Wie schafft man es, dass die Aufmerksamkeit aufrecht erhalten wird? Wie macht man, dass Informationen, Handlungen nachhaltig wirkend werden? Wie kann man die Erfahrungen aus den NSU-Prozess-Berichterstattungen weiterhin produktiv gestalten? Braucht es neue Sendeformate dafür? Und wie könnten solche Formate entwickelt werden?

Diese Fragen behandelt der Thementag bei Radio LOTTE Weimar. Dem Themenfeld soll sich einerseits aus medial-marketing- orientierter und kommunikations-wissenschaftlicher Sicht genähert werden. Zum anderen sind Kunst, Kultur, Ästhetik und programmatische Gestaltungen Ausgangspunkt für die Workshop-Arbeit.

Einen Input gibt der Kulturphilosoph Prof. Dr. Hermann Glaser. Er ist Mitautor von „Ganz Ohr“ – einer Kulturgeschichte des Rundfunks. Dabei wird er Themen des Bürgerradios als soziokulturelles und kommunalpolitisches Projekt berühren, Chancen des Rundfunkmediums bei der Initiierung und Gestaltung von Bürgerinitiativen ausloten oder historische Erkenntnisse aus der Radio-Geschichte in diesem Zusammenhang aufzeigen.

Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion mit allen Referenten kommen die Ergebnisse aus den Workshops zur Sprache, aber auch Grundsätzliches zur Mentalität und Kultur des Rundfunkhörens in Deutschland und bei der Auseinandersetzung mit dem politischen Zeitgeist wird diskutiert.

Tagungsprogramm

Anmeldungen bitte umgehend bei:

www.radiolotte.de/anmeldung-tagung

Radio LOTTE Weimar
Goetheplatz 12,
99423 Weimar
Tagungsteam@radiolotte.de
Tel. 03643. 49 57 86

“Informieren – Aufklären – Handeln“ — mit Medien gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Veranstaltung am 27. und 28. Februar im Nordkolleg Rendburg

Auch Neonazis nutzen das Netz, aber wie ist ihr Auftreten, wie agieren sie in Sozialen Netzwerken und wie propagieren sie ihre rassistischen, antisemitischen und nationalistischen Parolen? In welchem Zusammenhang steht das mit dem ganz alltäglichen Rassismus im Netz?

Mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ veranstalten  der Bundesverband Bürger- & Ausbildungsmedien, der Offene Kanal Schleswig-Holstein und die Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein ein 2-tägiges Seminar im Nordkolleg in Rendsburg.

In diesem Fachseminar sollen Möglichkeiten aufgezeigt und Kompetenzen vermittelt werden, wie mit Hilfe von Medien zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus unterstützt und umgesetzt werden kann.
Dazu wird es Inputs über Neonazikampagnen in Sozialen Netzwerken und Alltagsrassismus in den Medien  geben.  Nach der Klärung rechtlicher Fragen geht es dann in die Praxis: Neben einem Radio- und einem Filmworkshop gibt es ein Angebot über Web-Blogs und andere mediale Plattformen.

Die Teilnahme am Seminar sowie Unterkunft und Verpflegung sind KOSTENFREI.

Programm & Veranstaltungsflyer

Ansprechpartnerin:
Tanja Zimmer, Offener Kanal Flensburg
Sankt-Jürgen Str. 95
24937 Flensburg
Fon: 0461-140 621
Mail: zimmer@okflensburg.de

Seminar

Veranstaltung am 3. und 4. Februar im Bennohaus Münster

Extrem  rechte  Ausdrucks-  und  Erscheinungsformen haben sich in den letzten Jahren stark ausdifferenziert.  Vor  allem  im  sub-  und  jugendkulturellen Rechtsextremismus  spielen  Selbstdarstellung  und Propaganda  in  Musik-  und  Videoproduktionen sowie  in  den  sozialen  Netzwerken  eine wichtige Rolle.

Die  dabei  genutzten  Symbole,  Codes  und  Inszenierungspraktiken  transportieren  die  weltanschaulichen und  politischen  Inhalte.  Die  Palette  an  Bezügen  ist breit. Zwar bedienen sich Neonazis immer noch aus dem ästhetischen  Repertoire  des  historischen  Nationalsozialismus,  sie  greifen  aber  auch  verstärkt  auf popkulturelle  Stile  zurück  und  greifen  in  ihren Produktionen  gezielt  etwa  auf  die  dramaturgischen Mittel  des  modernen  Kinos  zurück.  Auf  diese  Weise sollen rassistische, antisemitische und demokratieferne Positionen „zeitgemäß“ verpackt werden.

Das Seminar widmet sich daher zunächst den aktuellen (Selbst-)darstellungsformen der extremen Rechten. Welche Medien werden genutzt? Auf welche dramatur-
gischen und ästhetischen Mittel wird zurückgegriffen? In  einem  zweiten  Teil  sollen  Möglichkeiten  einer demokratischen,  rassismuskritischen  Medienarbeit vorgestellt und diskutiert werden.

Programm & Veranstaltungsflyer

Kontakt
Bürgerhaus Bennohaus
Bennostr. 5
48155 Münster
Tel.: 0251 60967-3
Fax: 0251 60967-77
E-mail: info@bennohaus.info
www.bennohaus.info

Kreativität von Radio- und Filmemachern begeisterte die Jury

„Work-Life-Balance“ und „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz“ - diese Themen haben die Gewinner des Deutschen Bürgermedienpreises und des Internationalen Bürgermedienpreises 2014 besonders gut umgesetzt.

Preisverleihung im Bennohaus Münster: Deutscher und Internationaler Bürgermedienpreis 2014

Münster. Trophäen, strahlende Gesichter und ein roter Teppich: Am vergangenen Samstag fand im Bürgerhaus Bennohaus die Preisverleihung des Deutschen Bürgermedienpreises und des Internationalen Bürgermedienpreises 2014 statt. Rund 80 Gäste verfolgten die bilinguale Veranstaltung.

Der Deutsche Bürgermedienpreise ehrte Audio- und Videobeiträge zum Thema „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Der beste Beitrag in der Kategorie Audio kam von Franziska Klemm und ihrer Projektgruppe aus Eisenach, Sieger in der Kategorie Video wurden Christian Schega und Kristiana Förtsch aus Ludwigsburg. Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien, betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit dieser Thematik: „Rassismus und Rechtsextremismus – diese Begriffe bedrohen Europa und sind das Gegenteil von Demokratie und Toleranz und damit von dem, was Bürgermedien wollen.“ Auch Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt, betonte in einer Videobotschaft: „Für eine pluralistische Gesellschaft sind Bürgermedien unverzichtbar – sie tragen zu demokratischem Engagement bei.“ Jurymitglied und Geschäftsführer des Wortwerk-Weimar Christian Stadali zeigte sich begeistert von der Qualität der eingereichten Beiträge und der unterschiedlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, die vom zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart reichte und mit dem Gewinner des Audiopreises sogar eine Dystopie umfasste.

Tosenden Beifall gab es auch für die Teilnehmergruppe um Carina Lassek aus Münster, die mit ihrem Kurzfilm „Oh Eddy“ den Internationalen Bürgermedienpreis in der Kategorie Video gewann. Auf humorvolle Weise wurde hier das vorgegebene Thema „Work–Life–Balance: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ umgesetzt. Die Frage “Should we work to live or should we live to work?” warf Armin Ruda, Vorsitzender des Bundesverbands Offene Kanäle, auf. Er lobte Heiko Alfers aus Wilhelmshaven, Gewinner in der Kategorie Audio, der Interviews mit Bundeswehrsoldaten führte und damit dieses für Radioproduzenten schwierige Thema gekonnt umsetzte. Die Sieger wurden mit Geldprämien in Höhe von bis zu 1000 Euro oder der Teilnahme an einem internationalen Mediencamp ausgezeichnet.

Träger der Bürgermedienpreise sind der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien, das Bürgerhaus Bennohaus und der European Youth4Media Network e.V. in Kooperation mit dem Bundesverband Offene Kanäle. Der Deutsche Bürgermedienpreis wurde gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung und die Medienanstalten der Länder.

Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien im Gespräch mit der Deutschen Jugendpresse

Crossmediale Ausbildungsprojekte mit journalistischen und medientechnischen Schwerpunkten angepeilt

Ludwigshafen / Berlin 26.11.201
Zwischen den Arbeitsbereichen des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) und der Deutsche Jugendpresse e. V. bestehen zahlreiche Schnittmengen, insbesondere im Rahmen journalistischer und medientechnischer Qualifizierungsmaßnahmen bei crossmedialen Projekten. Bürgerfunk und die Jugendpresse verbindet zudem das Selbstverständnis, Nachwuchskräften die Möglichkeit zu geben, nicht nur Medienarbeit zu lernen, sondern sich mit einem hohem Maß an Eigenverantwortlichkeit auch am öffentlich-medialen Diskurs zu beteiligen. Durch die zunehmende Medienkonvergenz rückten zudem klassische Printmedien, WEB-basierte Inhalte und klassisches TV zusammen. Dies erklärten die Geschäftsführerin der Jugendpresse Deutschland Britta Kaufhold und der Vorsitzende des bvbam Dr. Wolfgang Ressmann nach einem Arbeitsgespräch in Berlin.

Die jährlich von der deutschen Jugendpresse veranstalteten Jugendmedientage könnten z. B. auch ein Forum für Kooperationsprojekte beider Verbände bieten, der bvbam stünde als Partner für die Schulung von Nachwuchsjournalisten im TV-Bereich zur Verfügung. So sei auch eine Kooperation bei der von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten bvbam-Kampagne „Bürgermedien gegen Rechtsextremismus“ denkbar.

Kaufhold und Ressmann kündigten an, zunächst in den Vorständen beider Organisationen die Rahmenbedingungen konkreter Kooperationsprojekte 2015 abzustecken um dann zu konkreten Vereinbarungen zu kommen.

„Mit unserem Arbeitsgespräch in Berlin haben wir einen ersten Schritt gemacht, um die Chance von Jugendpresse und Bürger- und Ausbildungsmedien gekoppelt im Interessen einer qualifizierten Nachwuchsförderung zu nutzen. Jetzt gilt es, konkrete Projekte für 2015 zu entwickeln“, sagten Kaufhold und Ressmann.

Für Rückfragen:
Britta Kaufhold, Deutsche Jugendpresse b.kaufhold@jugendpresse.de
Dr. Wolfgang Ressmann, Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien wolfgang.ressmann@ok-lu.de

Deutscher und Internationaler Bürgermedienpreis 2014 in Münster

Gegen Rassismus und für mehr „Work-Life-Balance“

Jetzt wird es spannend: Der Einsendeschluss ist vorbei, die Jury hat die eingereichten Beiträge gesichtet. Am 6. Dezember werden im Bürgerhaus Bennohaus Münster der Deutsche Bürgermedienpreis und der Internationale Bürgermedienpreis verliehen.

Der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien e.V. (BVBAM) in Kooperation mit dem Bundesverband Offene Kanäle, das Bürgerhaus Bennohaus Münster (Arbeitskreis Ostviertel e.V.) und der European Youth4Media Network e.V. ehren damit herausragende nationale und internationale Bürgermedienbeiträge.

Bis zum 30. September hatten engagierte und kreative Radio- und Filmemacher die Möglichkeit, Produktionen zu den Themen „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ (Deutscher Bürgermedienpreis) und „Work-Life-Balance: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ (Internationaler Bürgermedienpreis) einzusenden. Das Thema, die Qualität der medialen Umsetzung, die Authentizität, die Relevanz der Recherche und die Originalität stehen dabei im Vordergrund und wurden von einer Fachjury bewertet.

Das Jurorenkomitee besteht aus erfahrenen Personen der unterschiedlichen Medienkategorien: Ute Reinhöfer (Bundesverband Offene Kanäle, Leiterin des Offenen Kanals Gera), Uwe Parpart (BVBAM, Beauftragter für Bürgerrundfunk der Bremischen Landesmedienanstalt), Dr. Martin Ritter (Bereichsleitung Bürgermedien und Medienkompetenz bei der Thüringer Landesmedienanstalt) und Arndt Selders (Bennohaus/Arbeitskreis Ostviertel e.V., Fachbereichsleitung Internationales) entscheiden in der Kategorie Video. Die Jury in der Sparte Audio besteht aus Stephan Niemand (Bennohaus/Arbeitskreis Ostviertel e.V., Leitung Radio Studio B), Ute Reinhöfer (Bundesverband Offene Kanäle, Leiterin des Offenen Kanals Gera) und Christian Stadali (BVBAM, Geschäftsführer Wortwerk-Weimar).

Im Rahmen einer interkulturellen Veranstaltung werden die Gewinner am 6. Dezember mit Preisgeldern von bis zu 1000 Euro, verschiedenen Sachpreisen und der Teilnahme an einem internationalen Mediencamp ausgezeichnet. Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Deutsche Bürgermedienpreis wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung und „die medienanstalten“.

Weitere Informationen unter www.icm-award.com oder www.buergermedienpreis.de.

30 Jahre Bürgerrundfunk in Deutschland – eine Inventur

Unter diesem Titel trafen sich im Rahmen einer Fachtagung in Berlin VertreterInnen der unterschiedlichen Bürger-und Ausbildungsmedien mit Medienexperten und Politikern aus Bund und Ländern.

v.l.n.r.: Wolfgang Ressmann (bvbam), Jochen Fasco (Direktor TLM), Armin Ruda (bok)

„30 Jahre nach Aufnahme des Sendebetriebes des ersten Offenen Kanals in Ludwigshafen 1984 gewinnt der Bürgerfunk in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen in Deutschland als demokratische Plattform lokaler Meinungsvielfalt, als medienpädagogisches Lernfeld und als Ort der Qualifizierung und beruflichen Bildung immer mehr an Bedeutung“, betonte der Vorsitzende des Bundesverbandes Offene Kanäle, Armin Ruda, in seiner Begrüßung.

Die Präsentationen der unterschiedlichen Bürgermedienmodelle in den jeweiligen Bundesländern untermauerten die Reform-und Entwicklungsfähigkeit des Bürgerrundfunks seit den 80er Jahren. Sie demonstrierten auch sehr deutlich, dass die Herausforderungen durch Internet, Social Media und Postmoderne erfolgreich gemeistert und vielerorts neue, ergänzende Potentiale geschaffen werden.

Die zivilgesellschaftliche Bedeutung der Bürgermedien stellten Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, und Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen:

„Die nichtkommerziellen Sender ergänzen die deutsche Rundfunk­landschaft, indem sie allen Interessierten die Möglichkeit einräumen, eigene Themen zu kommunizieren oder sich an bereits bestehenden Diskussionen zu beteiligen. Diese Facetten der Bürgermedien, der Pluralismus und die politische Partizipation, sind tragende Elemente unserer Demokratie.“(Jochen Fasco).

Umso wichtiger, und darin sind sich die Bürgermedienvertreter unabhängig von ihrer Organisationsform einig, ist eine solide und ausreichende Finanzierung. So fordert Wolfgang Ressman, Vorsitzender des Bundesverbandes bvbam, „das erhöhte Aufkommen an Rundfunkgebühren auch in die Zukunftsentwicklung des Bürgerfunks zu investieren. Politik und Landesmedienanstalten sollten sicherstellen, dass die Bürgersender ihre wichtige Aufgabe wahrnehmen können.“

Der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien und der Bundesverband Offene Kanäle wollen künftig zur weiteren Stärkung des Bürgerrundfunks in Deutschland beitragen und eng zusammenarbeiten. Der Bundesverband Offene Kanäle (bok) unterstützt und bewirbt  ab sofort die vom bvbam-initiierte Kampagne „Bürgermedien gegen Rechtsextremismus“ und die damit verknüpfte Verleihung des Nationalen Bürgermedienpreises. Auch bei der Organisation von Fachtagungen und der Vertretung des Bürgerfunks gegenüber Öffentlichkeit und Politik wird die Kooperation intensiviert.

Rückfragen:

Armin Ruda

Dr. Wolfgang Ressmann

Wer soll das bezahlen? Struktur und Finanzierung aktueller Bürgermedienmodelle | 06.12.2014 | MÜNSTER

Eine Veranstaltung der Fachgruppe Bürgermedien (FG BM) der GMK in Kooperation mit dem bvbam und dem BOK.

PROGRAMM:

14.00 Uhr                  Jürgen Linke | Entwicklung der Bürgermedien
14.30 Uhr                  Prof. Dr. Bernd Schorb |Die Relevanz der Bürgermedien in ihrer geschichtlichen Entwicklung

Kaffeepause

15.30 Uhr                  D. Elsner | Der eingetragene Verein – Offener Kanal M-Q e.V.
15.45 Uhr                  Dr. W. Ressmann | Die Mix-Trägerschaft – OK TV Ludwigshafen
16.00 Uhr                  C. Willke | Eine gGmbH – Bürger- und Ausbildungskanal TIDE
16.15 Uhr                  Dr. M. Ritter (angefragt) | Wandel der Trägerschaft in Thüringen

16.30 Uhr                  P. Willers | Anstalt öffentl. Rechts – Offener Kanal Schleswig-Holstein
16.45 Uhr                  U. Parpart | Arbeitsgemeinschaft Offener Kanal – Zukunftsmodell?

Kaffeepause

17.15 – 18.00 Uhr  Talkrunde „Quo vadis?” mit den Gästen

Tipp: Besuchen Sie um 19.00 Uhr die Veranstaltung des deutschen und internationalen Bürgermedienpreises im Bennohaus Münster.

Anmeldung: Offener Kanal Merseburg-Querfurt e.V.
Diana Elsner
Sprecherin FG Bürgermedien
Geusaer Str.86b
06217 Merseburg
Tel. 03461/525222Email: elsner@okmq.de

Veranstaltungsort:
Stadtweinhaus /Rathaus
Hauptausschusszimmer
Prinzipalmarkt 9
48143 Münster

Kosten: keine

Zu Veröffentlichungszwecken wird aufgezeichnet.

LMK-MedienBüffet - „Plattformen und lokale, regionale TV-Veranstalter“

Ludwigshafen, 15. September 2014

Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz und der Ausschuss für Digitalen Wandel und Medienkonvergenz führten die in diesem Jahr eröffnete Gesprächsreihe MedienBüffet mit einem neuen Thema fort. „Plattformen und lokale, regionale TV-Veranstalter“ diente bei der heutigen Veranstaltung in Ludwigshafen als Ausgangspunkt für eine rege Diskussion zwischen TV-Veranstaltern, Plattformanbietern und weiteren Gästen aus dem TV-/Medienbereich.

„Die LMK hat die Aufgabe, die Entwicklung der Digitalen Plattformen im Kreise der Landesmedienanstalten mit zu gestalten“, betonte der Stellvertretende Direktor Harald Zehe in seiner Begrüßung. „Auf Grund der Fernsehlandschaft in Rheinland-Pfalz mit den regionalen und lokalen TV-Anbietern, aber auch einem umfangreichen Netz von OK-TV ist es uns ein besonderes Anliegen, dass sich regionale und bürgernahe Inhalte auch in der digitalen Welt wiederfinden.“

Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam), führte an, dass sich Möglichkeiten, lokal und regional relevante Informationen zu erhalten, durch Internetangebote wie Youtube und soziale Netzwerke wesentlich ausgeweitet haben. Damit sinke  die Nachfrage nach klassischen Medienangeboten, die sich zudem noch unter der Vielfalt der immer größer werdenden Anzahl  von Spartenprogrammen litten. Ressmann sieht daher die neue Chance des Bürger- und Ausbildungsfunks auch in den klassischen elektronischen Verbreitungswegen. Bürger- und Ausbildungssender berichteten nicht nur über lokale Ereignisse, sondern könnten sich an ihren Standorten mit lokalen und regionalen Einrichtungen auf einer aktivierenden  Projektbasis vernetzen – wie Theater, Museen, Filmwettbewerben. Diese Non-Profit Einrichtungen  „bewürben“   in eigenem Interesse den jeweiligen Bürger- und Ausbildungssender und erleichterten dessen Auffindbarkeit im digitalen Hyperangebot der jeweiligen Plattformen. Bürger- und Ausbildungssender machten damit auch die digitalen Programmplattformen interaktiv und schufen einen erheblichen Zusatznutzen für die Plattformanbieter. Bürger- und Ausbildungssender seien regional/lokal verankert, finanzierbar und böten einen erheblichen Mehrwert  als aktivierendes Medienprojekt auf mittlerweile hohem technischen und inhaltlichen Niveau.

Patrick Krisam, Vertreter der Deutschen Telekom, betonte, man sei mit den Landesmedienanstalten auf einem guten Weg, auch bei dem IPTV-Angebot Entertain der Deutschen Telekom regionale TV-Programme stärker zu berücksichtigen. Rhein-Necker-Fernsehen sei schon seit längerem bei Entertain integriert. Nun sollten schrittweise weitere Programme oder Einzelformate aufgenommen werden und in einer eigenen Applikation für Regionalprogramme auffindbar sein. Details zur Umsetzung würden derzeit noch geklärt.

Die LMK lädt mehrfach im Jahr zum MedienBüffet ein, um in kurzen, prägnanten Diskussionsrunden aktuelle Themen zu Medien, Internet und Gesellschaft aufzugreifen und gemeinsam mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien zur Diskussion zu stellen. Der Ausschuss für Digitalen Wandel und Medienkonvergenz leitet hieraus Ansätze für Gremiendebatten ab, um somit auch den Dialog mit anderen Medienanstalten sowie den zuständigen politischen Organen anzustoßen.

Für Rückfragen:
Dr. Joachim Kind
LMK-Pressesprecher
Tel.: 0621 – 5202-206, E-Mail: kind@lmk-online.de