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„Zukunft der Bürgermedien“: NRW-Medienstaatssekretär Dr. Marc-Jan Eumann für Erhöhung des Rundfunkgebührenanteils der Landesmedienanstalten auf 2% - Wichtiger Schritt zur Bestands- und Entwicklungsgarantie für Bürgermedien – Chance als publizistische Ergänzung nutzen

Berlin / Ludwigshafen am 16.11.2015

Auf der Tagung „Zukunft der Bürgermedien – 3. Säule Bürgerrundfunk“ des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hat sich der Nordrhein-Westfälische Medienstaatssekretär Dr. Marc-Jan Eumann für eine zweckgebundene Erhöhung des Rundfunkgebührenanteils der Landesmedienanstalten auf 2% ausgesprochen. Diese Mehreinnahmen stünden dann auch für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bürgermedien in Deutschland zur Verfügung.

Der bvbam hatte auf der Berliner-Tagung im 31. Jahr der Bürgerfunks in Deutschland eine Bestands- und Entwicklungsgarantie für die ca. 140 Bürgersender TV + Radio in der Bundesrepublik gefordert. Diese sei auch notwendig, um als publizistische Ergänzung regionale und kommunale Kommunikationsstrukturen vor dem Hintergrund der Krise der Tagespresse und kommerzieller kleinerer Rundfunk- und TV Anbieter zu stärken. Zudem erfüllten zahlreiche Sender eine wichtige Ausbildungsfunktion im Medienbereich.

SWR-Chefreporter Prof. Dr. Thomas Leif gab dem Bürgermedien gute Chancen bei der medialen Themenvermittlung vor Ort, da genügend Sendezeit vorhanden sei, um Sachverhalten auf den „Grund zu gehen“. Davon würde bislang immer noch nicht genügend Gebrauch gemacht.

Zur Eröffnung der Fachtagung hatte der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung und langjährige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck die Bedeutung des Bürgerfunks für eine funktionierende Demokratie hervorgehoben. Rückenwind bekamen die Bürgermedien auch von Heike Raab, als rheinland-pfälzische Staatssekretärin auch für die Koordination der Rundfunkpolitik der Länder zuständig, sowie vom thüringischen CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring.

In Zeiten von Pegida und bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik böten Bürgermedien aufgrund ihrer Basisnähe und Verankerung vor Ort herausragende Möglichkeiten zur sachlichen Aufklärung und Information im Interesse einer funktionierenden Demokratie.

Der Direktor der thüringischen Landesmedienanstalt Jochen Fasco hob den Einsatz einer Reihe von Landesmedienanstalten für die Bürgermedien hervor.

Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des bvbam, betonte die Notwendigkeit eines Einklangs von Politik, Landesmedienanstalten und Bürgermedien als wesentliche Erfolgsfaktoren, z. B. deutlich erkennbar an der breit aufgestellten Bürgermedienlandschaft in Rheinland-Pfalz und in Thüringen.

Der Bvbam-Vorsitzende zeigte sich zudem optimistisch, dass es 2016 gelingen werde, die bislang getrennt agierenden Interessensverbände BOK und Bvbam zu vereinen.

Im Zuge der Fachtagung hatten sich 15 Leuchtturmprojekte der deutschen Bürger- und Ausbildungsmedien aus ganz Deutschland präsentiert. Den Publikumspreis erhielt der unter anderem für die Berichterstattung über den Münchner NSU-Prozeß bekannt gewordene Weimarer Bürgersender „Radio Lotte“.

Zum Abschluß der Veranstaltung wurde Uwe Parpart, Urgestein des Deutschen Bürgerfunks und langjähriger Bürgermedienbeauftragte der Landesmedienanstalt in Bremen, sowie seit Verbandsgründung Vorstandsmitglied des Bvbam verabschiedet. Parpart geht zum Jahreswechel 2015/16 in den Ruhestand.

Die Veranstaltung wurde von TV-Alex, dem Berliner Ereignisfernsehen aufgezeichnet.

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzender
Tel. 0172-6205029
Fax. 06321 – 480350

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