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Bürgermedien für Nachhaltigkeit und Engagement - Deutscher und Internationaler Bürgermedienpreis im Bennohaus verliehen

Münster: „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft – Nachhaltige Entwicklung und Engagement“: so lautete das Thema der Preisverleihung des Deutschen und Internationalen Bürgermedienpreises am 12. Dezember 2015 im Bennohaus.

Wie soll die Gesellschaft der Zukunft sein? Und wie sieht es aus mit dem Klimaschutz? Darum ging es den über 60 Machern von Bürgermedien im Bereich Video und Audio, die sich aus aller Welt für die Preise beworben hatten. Überreicht wurden je drei Preise in der Kategorie Video und ein Preis in der Kategorie Audio.Unter anderem winkte dem ersten Gewinner neben einer Trophäe auch ein Preisgeld von 1000 €.

Die Bonner Filmemacherin Ayla Yildiz durfte sich über den ersten Platz beim „International Citizen Media Award“ freuen. Mit ihrer Dokumentation „I call it foodge – just as tasty, just as good“ über die Lebensmittelindustrie und die Lebensmittelverschwendung kritisiert sie die Wegwerfgesellschaft, in der wir leben und begeisterte so die neunköpfige Jury.

Der erste Platz des deutschen Bürgermedienpreises ging nach Münster. Mit ihrem Wissensmagazin „weit/winkel“ räumte die Redaktionsgruppe mit Sitz im Bennohaus ab. In der Sendung thematisieren sie das Thema der Nachhaltigkeit und der alternativen Landwirtschaft, erläuterten diese Begriffe mit Witz und Humor und interviewen lokale Wissenschaftler, Bio-Landwirte und Münsteraner.

Neben den beiden Hauptpreisen durften sich auch Irina Samopjan aus Serbien, Rafael Anton Garcia aus Spanien und Icaro Orengo aus Italien, Masrur Jamaluddin Ahmad aus Indonesien, Marie Baumann aus Erfurt, Jan Philipp Dubbert aus Mainz und Lisa Simonis aus Hamburg über eine Platzierung freuen.

Träger des Bürgermedienpreises sind das Bürgerhaus Bennohaus, der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien, das European Youth4Media Network, der Bundesverband Offene Kanäle und die Medienanstalten.

Booklet "Bürgermedien für interkulturellen und politischen Dialog"

Münster/Ludwigshafen im Januar 2016

Der  bvbam  hat  gemeinsam  mit  dem  Bürgerhaus  Bennohaus  in  Münster  (Träger des  Projektes),  OK-TV  Ludwigshafen  und  Youth  for  Media  (Projektpartner) und gemeinsam mit NGO „Forum Ukrainischer Journalisten“ mit Sitz in Lutsk, sowie der journalistischen Fakultät der Universität Kiew 2015 dieses Medienprojekt durchgeführt.

Die Zielsetzung  und  Intention  dieses Projekts  war die  Qualifizierung  von aktiven  zivilgesellschaftlichen  Organisationen  (NGOs)  im  Bereich  digitaler Medienproduktion,  Journalismus  und  politischer  Bildung – das Auswärtige Amt (AA) hat dieses Projekt mit einem sechsstelligen Betrag gefördert.

Zum Abschluss dieses Projektes haben die Projektpartner nun ein dreisprachiges Booklet (deutsch, englisch & ukrainisch) herausgebracht, das auf 52 Seiten einen Überblick über die Aufgaben und Ziele gibt  sowie alle Projektaktivitäten und -stationen dokumentiert.

Das Booklet kann HIER heruntergeladen werden.

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzender
Tel. 0172-6205029
Fax. 06321 – 480350

Rechenschaftsbericht des bvbam 2013 bis 2015

Ludwigshafen, 11. Januar 2016

Ab sofort steht hier der Rechenschaftsbericht 2013 bis 2015 des Bundesverbands der Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) allen Mitgliedern und Interessierten zum Download zur Verfügung:

Rechenschaftsbericht

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzender
Tel. 0172-6205029
Fax. 06321 – 480350

„Zukunft der Bürgermedien“: NRW-Medienstaatssekretär Dr. Marc-Jan Eumann für Erhöhung des Rundfunkgebührenanteils der Landesmedienanstalten auf 2% - Wichtiger Schritt zur Bestands- und Entwicklungsgarantie für Bürgermedien – Chance als publizistische Ergänzung nutzen

Berlin / Ludwigshafen am 16.11.2015

Auf der Tagung „Zukunft der Bürgermedien – 3. Säule Bürgerrundfunk“ des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hat sich der Nordrhein-Westfälische Medienstaatssekretär Dr. Marc-Jan Eumann für eine zweckgebundene Erhöhung des Rundfunkgebührenanteils der Landesmedienanstalten auf 2% ausgesprochen. Diese Mehreinnahmen stünden dann auch für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bürgermedien in Deutschland zur Verfügung.

Der bvbam hatte auf der Berliner-Tagung im 31. Jahr der Bürgerfunks in Deutschland eine Bestands- und Entwicklungsgarantie für die ca. 140 Bürgersender TV + Radio in der Bundesrepublik gefordert. Diese sei auch notwendig, um als publizistische Ergänzung regionale und kommunale Kommunikationsstrukturen vor dem Hintergrund der Krise der Tagespresse und kommerzieller kleinerer Rundfunk- und TV Anbieter zu stärken. Zudem erfüllten zahlreiche Sender eine wichtige Ausbildungsfunktion im Medienbereich.

SWR-Chefreporter Prof. Dr. Thomas Leif gab dem Bürgermedien gute Chancen bei der medialen Themenvermittlung vor Ort, da genügend Sendezeit vorhanden sei, um Sachverhalten auf den „Grund zu gehen“. Davon würde bislang immer noch nicht genügend Gebrauch gemacht.

Zur Eröffnung der Fachtagung hatte der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung und langjährige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck die Bedeutung des Bürgerfunks für eine funktionierende Demokratie hervorgehoben. Rückenwind bekamen die Bürgermedien auch von Heike Raab, als rheinland-pfälzische Staatssekretärin auch für die Koordination der Rundfunkpolitik der Länder zuständig, sowie vom thüringischen CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring.

In Zeiten von Pegida und bei der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik böten Bürgermedien aufgrund ihrer Basisnähe und Verankerung vor Ort herausragende Möglichkeiten zur sachlichen Aufklärung und Information im Interesse einer funktionierenden Demokratie.

Der Direktor der thüringischen Landesmedienanstalt Jochen Fasco hob den Einsatz einer Reihe von Landesmedienanstalten für die Bürgermedien hervor.

Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender des bvbam, betonte die Notwendigkeit eines Einklangs von Politik, Landesmedienanstalten und Bürgermedien als wesentliche Erfolgsfaktoren, z. B. deutlich erkennbar an der breit aufgestellten Bürgermedienlandschaft in Rheinland-Pfalz und in Thüringen.

Der Bvbam-Vorsitzende zeigte sich zudem optimistisch, dass es 2016 gelingen werde, die bislang getrennt agierenden Interessensverbände BOK und Bvbam zu vereinen.

Im Zuge der Fachtagung hatten sich 15 Leuchtturmprojekte der deutschen Bürger- und Ausbildungsmedien aus ganz Deutschland präsentiert. Den Publikumspreis erhielt der unter anderem für die Berichterstattung über den Münchner NSU-Prozeß bekannt gewordene Weimarer Bürgersender „Radio Lotte“.

Zum Abschluß der Veranstaltung wurde Uwe Parpart, Urgestein des Deutschen Bürgerfunks und langjähriger Bürgermedienbeauftragte der Landesmedienanstalt in Bremen, sowie seit Verbandsgründung Vorstandsmitglied des Bvbam verabschiedet. Parpart geht zum Jahreswechel 2015/16 in den Ruhestand.

Die Veranstaltung wurde von TV-Alex, dem Berliner Ereignisfernsehen aufgezeichnet.

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzender
Tel. 0172-6205029
Fax. 06321 – 480350

„Bürgermedien für interkulturellen und politischen Dialog“ – BVBAM, Bennohaus Münster und OK-TV Ludwigshafen führen Bürgermedienprojekt in der Ukraine durch – Förderung durch das Auswärtige Amt in Berlin

Berlin / Ludwigshafen 31.08.2015

Im Rahmen des Projektes „Bürgermedien für interkulturellen und politischen Dialog“ arbeitet der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) gemeinsam mit dem Bennohaus in Münster und OK-TV Ludwigshafen an der Schaffung eines nachhaltige Mediennetzwerkes mit dem „Forum Ukrainischer Journalisten“ (Lutsk) und der journalistischen Fakultät der Universität Kiew. Dabei fungiert das Bennohaus in Münster über den AK Ostviertel e. V. als Projektträger, OK-TV Ludwigshafen als Kooperationspartner, der bvbam und die europäische Medieninitiative youth4media als assoziierte Partner.

Ziel des Projektes ist es zunächst einen Trainerpool zu qualifizieren, sowie die Infrastruktur für gemeinsame Fortbildungsmaßnahmen im Bereich „Neue Medien und bürgerschaftliches Engagement“ zu schaffen. Im Mittelpunkt steht die Qualifizierung von aktiven zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGOs) im Bereich digitaler Medienproduktion, Journalismus und politischer Bildung.

Die Trainingskurse, Konferenzen und Projektaktivitäten in Kiew fördern neben digitalen Kompetenzen auch eine aktive Staatsbürgerschaft und interkulturelle Kommunikation sowie den Aufbau von Infrastruktur und Netzwerkbildung in der Ukraine. Die Projektteilnehmer erwerben Wissen und Fähigkeiten, die sie wiederum in ihren Organisationen weitergeben. Sie werden digitale Kommunikationsmedien (Video, Web TV, Internet) für öffentliche Debatten zu zivilgesellschaftlich relevanten Themen nutzen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch neue ICT – Kompetenzen verbessern. Die mediale Arbeit trägt zum interkulturellen Dialog bei und fördert Meinungsfreiheit und Demokratisierung, gerade vor dem Hintergrund der dramatischen innenpolitischen Situation.

Das Auswärtige Amt in Berlin fördert dieses Projekt im Rahmen des Programms zum „Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft 2015“. Dies teilte der Vorsitzende des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) Dr. Wolfgang Ressmann mit.

Detaillierte Projektinformationen über die 1. Projektphase liefert die Projektseite „Ukraine“ des Bennohauses in Münster. (http://www.bennohaus.info/internationales/ako/citizen-media-for-intercultural-and-political-dialogue-ukraine/ )

Für Rückfragen:

Dr. Wolfgang Ressmann
Bundesvorsitzender
Tel. 0172-6205029
Fax. 06321 – 480350

Bürger- und Ausbildungssender vor Ort als publizistische Ergänzung stärken – Keine Rundfunkgebühren für privat-kommerzielle Rundfunkanbieter

Berlin/Ludwigshafen am 06.05.2015

Privat-kommerzielle TV- und Hörfunksender können keine öffentlich-rechtlichen Aufgaben wahrnehmen, denn dies würde ebenfalls eine öffentlich-rechtliche Aufsichtsstruktur bedingen und hätte absehbar gravierende Folgen für die gesamte Rundfunkstruktur- und Aufsichtsstruktur in der Bundesrepublik. Forderungen aus den Reihen privat-kommerzieller Rundfunkveranstalter insbesondere auf lokaler- und regionaler Ebene künftig – vergleichbar mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – künftig ebenfalls auf eine Mischfinanzierung aus Werbeeinnahmen und Rundfunkgebühren zu setzen, sind systemwidrig. Die Krise zahlreicher lokaler- und regionaler privat-kommerzieller Anbieter könne nicht durch den Griff in die Rundfunkgebührenkasse überwunden werden. Dies erklärte der Vorsitzende des Bundesverbandes Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) Dr. Wolfgang Ressmann.

Der bvbam begrüßt daher ausdrücklich die klare Absage der niedersächsischen Landesregierung an entsprechende Forderungen aus den Reihen privat-kommerzieller lokaler- und regionaler Rundfunkanbieter. „Wir gehen davon aus, dass sich die Politik und die Landesmedienanstalten letztlich ebenfalls unmissverständlich gegen die Schaffung eines neuen Mischfinanzierungssystems des privat-kommerziellen Rundfunks aussprechen werden. Andernfalls wäre es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch nationale Privatsender wie ProsiebenSat1 oder RTL Gebührenansprüche erheben“, so der bvbam.

Stattdessen fordert der bvbam eine Bestands- und Entwicklungsgarantie für die Bürger- und Ausbildungssender in der Bundesrepublik. Derzeit sind über 140 Bürger- und Ausbildungsender lokal, regionale oder landesweit empfangbar und erreichen pro Tag deutlich mehr als 1,1 Millionen Hörerinnen und Hörer bzw. Zuschauerinnen und Zuschauer. Der partizipative Ansatz des Bürger- und Ausbildungsfunks in der Bundesrepublik ist vielmehr geeignet durch aktivierende Medienarbeit demokratische Kommunikationsformen vor Ort zu erhalten und neue aufzubauen. Die Bürger- und Ausbildungssender können heute sowohl technisch als auch inhaltlich genau die publizistische Ergänzungsfunktion wahrnehmen, um die Legitimation lokaler und regionaler Demokratie auch medial zu stärken.

Dazu benötigen die Bürgermedien eine zuverlässige Finanzierung damit sie sich weiter-auch journalistisch- professionalisieren können und somit einen stärkeren Anteil nichtkommerzieller und unabhängiger Meinungsvielfalt einzubringen. Das wäre auch bitter nötig angesichts der „Verödung“ unserer Presselandschaft insbesondere in ländlichen Regionen.

Der bvbam erinnerte daran, dass der privat-kommerzielle Rundfunk schon heute von dem hohen Ausbildungsniveau im Bürgerfunk profitiert. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im privaten und öffentlichen-rechtlichen Rundfunk hätten ihr Handwerk im Bürgerfunk erlernt, so der bvbam.

Eine Stärkung des Bürger- und Ausbildungsfunks ist daher auch eine Investition in unser auf demokratische Partizipation angelegtes Gesellschaftssystem. Derzeit werden für den Bürger- und Ausbildungsfunk in Deutschland mit ca. 25 Millionen € der Betrag aufgewendet, der ein einzelner öffentlich-rechtlicher Spartenkanal in der Regel pro Jahr kostet. „Der Bürger- und Ausbildungsfunk hat auch vor diesem Hintergrund einen deutlichen Nachholbedarf“, so der bvbam.

Für Rückfragen:
Dr. Wolfgang Ressmann, Vorsitzender
Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien

“Bürgermedien gegen Rechts” – 2tägiges Medienseminar in Bremerhaven

15. & 16. April 2015 in Bremerhaven

Der Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien (bvbam) startete 2012 die bundesweite Kampagne „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Diese Kampagne wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Im Rahmen dieser über einen längeren Zeitraum angelegten Kampagne werden die Bürgersender (TV + Hörfunk) in der Bundesrepublik angeregt, TV- und Radiobeiträge aus dem Themengebiet zu produzieren. Die besten Sendebeiträge werden jährlich im Rahmen des „Nationalen Bürgermedienpreises“ ausgezeichnet. Die entstehenden TV-Produktionen sensibilisieren Produzenten und Zuschauer für die Auseinandersetzung mit rechtsradikalem Gedankengut und dessen konkrete Auswirkungen vor Ort.

Auf der Internetplattform www.bürgermedien-gegen-rechtsextremismus.de stehen neben aktuellen Informationen über die Kampagne auch TV-Beiträge für interessierte Bürgersender zum Download bereit, darunter die TV-gerecht bearbeiteten Berichte von Radio LOTTE Weimar vom Münchner NSU-Prozess. Ein erfolgreicher Verlauf der Kampagne „Bürgermedien gegen Rechtsextremismus“ setzt eine gute regionale Vernetzung zwischen zahlreichen Akteuren voraus.

Das zweitägige Seminar widmet sich daher zunächst der Darstellung aktueller lokaler Strukturen der rechtsradikalen Szene in Bremen/ Bremerhaven und umzu. Am zweiten Tag werden Workshops angeboten in denen demokratische, rassismuskritische Filmideen entwickelt und auch gleich praktisch umgesetzt werden sollen. Zum Abschluss des Seminars werden die entstandenen Videobeiträge präsentiert und diskutiert.

Das Seminar wendet sich an Multiplikatoren der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit, an Akteure der Bürgermedien sowie Medien-, Kultur- und Filmschaffende zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Produzieren.

Tagungsprogramm

Kontakt/Anmeldung:
Radio Weser.TV
Hafenstraße 156
27576 Bremerhaven
Tel.:  0471 / 95495-20
Fax.: 0471 / 95495-50
Mail: bremerhaven@radioweser.tv
www.radioweser.tv

Bürgermedien für nachhaltige Entwicklung und Engagement: Wettbewerb für Videofilmer und Radiomacher aus den Bürgermedien

Münster.  „Unsere  Welt,  unsere  Würde,  unsere  Zukunft“ –  unter  diesem  Motto steht der diesjährige Deutsche Bürgermedienpreis, getragen vom Netzwerkverein European  Youth4Media  Network  e.V.,  dem  Bundesverband  Bürger-  und Ausbildungsmedien  e.V.,  dem  Bundesverband  Offene  Kanäle  e.V.  und  dem Bürgerhaus Bennohaus mit Sitz in Münster.

Auch in diesem Jahr sind wieder alle Bürgermedienschaffende  aufgerufen,  sich  zu  beteiligen  und  eigene  Video-  und Audiobeiträge einzureichen.

Das Jahr 2015 wurde vom Europäischen Parlament und Rat zum „Europäischen Jahr  der  Entwicklung“  erklärt.  Parallel  dazu  wurde  auch  das  Thema  des Deutschen Bürgermedienpreises gewählt. Auch Bürgersender setzen sich für eine Schärfung  des  Bewusstseins  der  Bürger  für  globale  Zusammenhänge  und  ein aktives  Engagement  ein.  Die  Träger  und  Förderer  des  Deutschen Bürgermedienpreises  2015  wollen  mit  dieser  Ausschreibung  zur  Produktion  und zur  Ausstrahlung  entsprechender  TV-  und  Radioprodukte  über  nachhaltige Entwicklung  anregen  und  die  Aus-  und  Fortbildung  in  den  Bürgermedien  zu diesen Themen stärken. Zusätzlich wird es in diesem Jahr einen Sonderpreis zum Thema „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ geben.

Nicht-kommerzielle  Produzenten  haben  bis  Ende  September  die  Möglichkeit, eigene  Medienbeiträge  zu  den  beiden  genannten  Themen  einzuschicken.  Eine Fachjury  vergibt  im  Rahmen  des  Wettbewerbs  Preise  für  die  Formate  Video (erster Platz 1000 Euro) und Audio (erster Platz 300 Euro) sowie Sachpreise. Am 12.  Dezember  werden  die  Gewinner  dann  im  Rahmen  einer  feierlichen Preisverleihung  im Bürgerhaus Bennohaus bekannt gegeben.  Parallel zum Deutschen Bürgermedienpreis läuft für internationale Bewerber der „Internationale Bürgermedienpreis“ zum selben Thema.

Der Deutsche Bürgermedienpreis wird gefördert von der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten  und  der  Bundeszentrale  für  politische  Bildung.  Der Sonderpreis  wird  gefördert  von  der  Initiative  „Bürgermedien  gegen Rechtsextremismus“.

Weitere Informationen unter www.buergermedienpreis.de oder 0251 609673.

Bürgerinitiativen und Bürgermedien - gemeinsam gegen rechtsextremistische Bewegungen in der Gesellschaft

30.03.2015: Thementag „informieren – aufklären – handeln“ und Tagung zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung von Akteuren in Weimar

Radio LOTTE Weimar berichtet vom NSU-Prozess in München. Seitens der etablierten Medien war es ein großer Aufreger, dass ein Bürgerradio eine Akkreditierung erhalten hat. Mittlerweile wurde akzeptiert, dass Bürgermedien ganz speziell agieren und Initiativen gegen Rechtsextremismus unterstützen.  Radio LOTTE agiert als Stimme der Zivilgesellschaft aber auch eigenständig  mit kreativen Ideen.

Aber LOTTE muss – wie viele andere Medien übrigens auch – feststellen, dass mit der Dauer der Berichterstattungen das Interesse der Hörer schwindet.Es stellt sich für Radiomacher und Bürgerbündnisse die Frage: Wie schafft man es, dass die Aufmerksamkeit aufrecht erhalten wird? Wie macht man, dass Informationen, Handlungen nachhaltig wirkend werden? Wie kann man die Erfahrungen aus den NSU-Prozess-Berichterstattungen weiterhin produktiv gestalten? Braucht es neue Sendeformate dafür? Und wie könnten solche Formate entwickelt werden?

Diese Fragen behandelt der Thementag bei Radio LOTTE Weimar. Dem Themenfeld soll sich einerseits aus medial-marketing- orientierter und kommunikations-wissenschaftlicher Sicht genähert werden. Zum anderen sind Kunst, Kultur, Ästhetik und programmatische Gestaltungen Ausgangspunkt für die Workshop-Arbeit.

Einen Input gibt der Kulturphilosoph Prof. Dr. Hermann Glaser. Er ist Mitautor von „Ganz Ohr“ – einer Kulturgeschichte des Rundfunks. Dabei wird er Themen des Bürgerradios als soziokulturelles und kommunalpolitisches Projekt berühren, Chancen des Rundfunkmediums bei der Initiierung und Gestaltung von Bürgerinitiativen ausloten oder historische Erkenntnisse aus der Radio-Geschichte in diesem Zusammenhang aufzeigen.

Bei einer abschließenden Podiumsdiskussion mit allen Referenten kommen die Ergebnisse aus den Workshops zur Sprache, aber auch Grundsätzliches zur Mentalität und Kultur des Rundfunkhörens in Deutschland und bei der Auseinandersetzung mit dem politischen Zeitgeist wird diskutiert.

Tagungsprogramm

Anmeldungen bitte umgehend bei:

www.radiolotte.de/anmeldung-tagung

Radio LOTTE Weimar
Goetheplatz 12,
99423 Weimar
Tagungsteam@radiolotte.de
Tel. 03643. 49 57 86

“Informieren – Aufklären – Handeln“ — mit Medien gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Veranstaltung am 27. und 28. Februar im Nordkolleg Rendburg

Auch Neonazis nutzen das Netz, aber wie ist ihr Auftreten, wie agieren sie in Sozialen Netzwerken und wie propagieren sie ihre rassistischen, antisemitischen und nationalistischen Parolen? In welchem Zusammenhang steht das mit dem ganz alltäglichen Rassismus im Netz?

Mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bürgermedien für Demokratie und Toleranz – gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ veranstalten  der Bundesverband Bürger- & Ausbildungsmedien, der Offene Kanal Schleswig-Holstein und die Regionalen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein ein 2-tägiges Seminar im Nordkolleg in Rendsburg.

In diesem Fachseminar sollen Möglichkeiten aufgezeigt und Kompetenzen vermittelt werden, wie mit Hilfe von Medien zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus unterstützt und umgesetzt werden kann.
Dazu wird es Inputs über Neonazikampagnen in Sozialen Netzwerken und Alltagsrassismus in den Medien  geben.  Nach der Klärung rechtlicher Fragen geht es dann in die Praxis: Neben einem Radio- und einem Filmworkshop gibt es ein Angebot über Web-Blogs und andere mediale Plattformen.

Die Teilnahme am Seminar sowie Unterkunft und Verpflegung sind KOSTENFREI.

Programm & Veranstaltungsflyer

Ansprechpartnerin:
Tanja Zimmer, Offener Kanal Flensburg
Sankt-Jürgen Str. 95
24937 Flensburg
Fon: 0461-140 621
Mail: zimmer@okflensburg.de